Beschleunigen duch Gasgeben führt fast zum Abwürgen

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    • Beschleunigen duch Gasgeben führt fast zum Abwürgen

      Hallo in die Runde.
      Vergangenen Dienstag startete ich ohne Probleme zu einer kleinen Tour hier in der Gegend Richtung Albtal, als es an meiner C plötzlich unterwegs zu folgendem Fehler aus dem Nichts kam:

      a) Komme aus unkompliziertem und fehlerfreien Fahren und Lauf des Motorrades nach Herunterschalten bis in die Neustralstellung verkehrsbedingt an einer Ampel zum Stehen.
      b) Motorrad läuft sauber ohne zu mucken mit Leerlaufumdrehung so vor sich hin.
      c) Ampel wird grün, also wie gewohnt Gang eingelegt, Gas leicht aufgedreht und Kupplung kommen lassen.
      d) Außer dass die Drehzahl dabei in den "keller" gegangen ist ( Motor ging aber nicht aus ) und sich der Motor dabei "schüttelte" tat sich nichts; also kein Vortrieb vorhanden.
      Auch eine Zurücknahme der Gasgriffstellung (also weg vom Gas) brachte keinen Erfolg, weiterhin kein Vortrieb möglich.
      e) Motor ausgeschaltet, dann wieder gestartet, (Motor sprang auch gleich wieder an) Gang eingelegt, leicht Gas gegeben und Kupplung kommen lassen.
      f) Motorrad setzte sich in Gang und ich kam über die Ampel und war wieder am Fahren.
      g) Sobald ich jedoch den Gasgriff etwas weiter aufdrehte um zu Beschleunigen, trat der Fehler erneut auf, sprich die Drehzahl ging wieder in den Keller und der Motor schüttelte sich, also ein sehr ruppiger Lauf.
      h) Kurz vor Herrenalb gab es linkerhand dann eine Parkgelegenheit, auf die ich abbog. Es hatte ja eh keinen Sinn hier mit diesem Fehlerbild das Motorad weiter in Richtung von Zuhause weg zu bewegen.
      i) Zündung aus, Motorrad abgestellt und die Seitenteile entfernt, um nach den Gummi's der Ansaugstutzen zu schauen; hier war aber alles korrekt, es war keiner abgerutscht., auch keinerlei Rissbildung an den Gummi's vorhanden.
      j) Also Motor wieder gestartet und mit feinfühliger Hand mit minimaler Gasgebung die 20 Kilomter wieder heimgeschlichen.
      k) An einer letzten Ampel vor Zuhause dann erneut wieder das Spiel, dass das Motorrad wieder keinen Vortrieb hatte und "vor sich bei Gasgebung schüttelte. Also Motor wieder aus und neu gestartet, um mit viel Gefühl da die letzten Meter nach Hause zu schaffen.

      Weitere Angaben: Kilometerstand 45000, Lamdasonde wurde 2014 wegen einer anderen Sache schon mal getauscht, auch der Temperaturfühler wurde in 2017 ausgetauscht. Über beide Auswechslungen und deren Grund hatte ich hier im Forum bereits berichtet.

      Für das vorliegende Fehlerbild können meiner Vermutung nach nur 3 Dinge in Frage kommen:

      a) Lamdasonde ist erneut wieder fehlerhaft
      b) Benzinpumpe ( Schlauch im Tank abgerutscht oder zu wenig Druck auf der Leitung )
      c) Motor zieht irgendwo her gewaltig Falschluft

      Gibt es hier im Forum jemanden, der schon einmal mit einem solchen Fehlerbild zu tun hatte und das Rätsel gelöst wurde ?

      Termin in Werkstatt habe ich mir schon mal für Anfang Oktober vorsorglich besorgt, danach oder wenn der Fehler auch vorher schon geklärt werden kann, werde ich gerne weiter berichten was da vorgelegen hat.

      Gruß
      Bernhard

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bernhard_76189 ()

    • Fehlerbild hatte ein Bekannter an seiner C, Ursache war der Formschlauch im Tank vom Kraftstoff Filter zum Druckrohr.

      Hier war ein Riß im Gewebe am Außendurchmesser. Tank war ca. 3/4 voll , Tankdeckel geöffnet, Lappen drüber,Motor gestartet und das panschende Geräusch war deutlich zu hören.

      Um der Sache künftig aus dem Weg zu gehen, habe ich ein 8 er Hydraulik Rohr gebogen und die Enden mittels Bremsleitungs Bördelgerät entsprechend aufgeweitet , damit halten dann auch die original Ein- Ohr- Schellen.

      Um den zulässigen Mindestbiegeradius nicht zu unterschreiten muss das Rohr in den Enden dann nach innen etwas ausgebogen werden. Dann mit zwei kurzen geraden Schlauchstücken verbinden.

      Gruß

      H.
      Burn rubber not your soul!
    • Hallo Cruiser's,

      vielen Dank für Eure Einschätzungen bzw. Aussagen zu diesem Thema.

      Da hier die Tiefgarage eh nicht der richtige Ort ist, weder für eine Herausnahme der Benzinpumpe aus dem Tank ist, noch gar ein evtl. erforderlicher Austausch des Drosselklappen-Potentiometers wenn defekt,werde ich das besser zusammen mit den "Buben" von MTS in deren Werkstatt in Landau Anfang Oktober angehen.
      Da sind dann auch gleich die Ersatzteile kurzfristig zur Hand.

      Interessant wird dabei sein, was sich als Übeltäter herausstellt.

      Meiner C mit Ihren nun 17 Jahren auf dem Buckel geht es wie mir, inzwischen "zwackt" es halt hier und da mit "kleinen Aussetzern". Es sei ihr gegönnt !!! :D

      Werde Euch berichten, sobald der Fehler eingegrenzt und behoben ist und entsprechend hier berichten.

      Gruß
      Bernhard
    • Hallo Cruiser's,

      inzwischen hängt meine "C" wieder wie gewohnt am Gas und ich möchte kurz beschreiben, was die Ursache gewesen ist

      Ich fuhr den abgebauten Tank meiner "C" im Kofferraum meines Auto's zu den "Jungs" meiner Werkstatt in Landau. Folgende Schritte wurden durchgeführt:
      - Tankverschluss am Boden des Tanks aufgeschraubt.
      - Lösen der Einohrschellen und Abziehen der Schläuche von der Kraftstoffpumpeneinheit.
      - Herausnahme der Kraftstoffpumpeneinheit aus dem Tank
      - Sichtung auf Risse oder Auflösungserscheinungen der Kraftstoffschläuche
      - Pumpe spannungsmäßig fremdeingespeist und Funktionstest durchgeführt; Pumpe baut Druck auf, keine Leckagen an Einheit feststellbar.

      Da wir die Pumpeneinheit eh schon in den Fingern hatten, meine "C" inzwischen im 17. Jahr ihres Daseins weilt, der letzte Filtertausch vom März 2011 mit Kilometerstand 38299 km schon einige Zeit zurückliegt, (derzeitiger Stand 49025km) entschloss ich mich, alle möglichen Verschleißteile zu ersetzen.

      Also wurden die Schlauchklemmen ( 16 12 1 176 918 ), die Sechskantmuttern ( 07 12 9 902 975, der Formschlauch ( 16 14 2 325 808 ) der Kraftstoffschlauch (16 12 1 180 409 ) der Kraftstofffilter ( Mahle KL 145 ) und letztlich auch die die O-Ringe ausgetauscht.
      Dann nahm ich meinen Tank wieder mit, baute ihn in meine "C" ein, und konnte doch wieder problemlos beschleunigen bzw. fahren.

      Was aber nun war der Übeltäter, nachdem die Schläuche ja keinerlei Rissbildung aufzeigten ?

      Lösung: Unser Kurt lag mit seiner Einschätzung bzw. Diagnose 100%ig richtig, der Übeltäter war der zugesetzte Kraftstofffilter !!! welcher dafür sorgte, dass zuwenig Sprit am Motor ankam !!!! Und dies, obwohl nur 10000 Kilometer Fahrbetrieb seit dem letzten Wechsel des Filters stattgefunden hatte.
      Bisher tankte ich immer Super E5, meistens an einer hier in der Nähe von mir ansässigen BFT-Tankstelle.
      Ob es nun einen Zusammenhang mit der Qualität des Sprits dort und meinem zugesetzten Filter an der "C" gibt, kann nicht zweifelsfrei beantwortet werden.
      Vielleicht habe ich mit der "C" mal unbewußt nach einer Spritlieferung dort getankt, und der "Bodensatz" des Erdtanks hatte sich noch nicht wieder gesetzt.
      Tanke dort auch stets mit meinem Auto, und hier hatte ich bisher noch keine Probleme bekommen.
      Es kann also weiter gerätselt werden, warum ich nun so einen zugesetzten Benzinfilter hatte.
      Um das anschaulich zu machen, wurde der Benzinfilter kurzerhand aufgesägt; der Beweis des Übeltäters ist damit erbracht.

      Also, falls Ihr an Euerer "C" mal die obig beschriebenen Symptome feststellen solltet, zieht den Kraftstoff-Filter als Verursacher ruhig mal in Euere nähere Auswahl asl Fehlerverursacher mit ein.

      Gruß
      Bernhard

      Filter_1_klein.jpgFilter_2_klein.jpgFilter_3_klein.jpgFilter_4_klein.jpg
    • Danke Bernhard,

      für deine Schilderung und den Bildern.
      Es ist schon erstaunlich welche vermutlich kleine Ursache diese Wirkung hat, zumal der Benzinfilter i.d.R. alle 40.000 km gewechselt werden sollte´.
      Gruß aus Unna
      Peter & Maike
      :thumbup:
      Das Leben ist zu kurz, um zu bremsen - gib Gas und lass es krachen!!!
    • E5 ist, seit es kein Blei mehr im Super gibt, der normale Superkraftstoff, E10 ist nur mit mehr Alkohol gepantscht, beides hat aber keinen Einfluss auf den ( oder das) Benzinfilter, es kann nur zum Problem werden, wenn die Benzinschläuche nicht original ( von BMW) verwendet werden.
      Wenn ein Filter nach 10.000 km oder weniger, den Kraftstoff nicht mehr voll durchlässt, liegt es daran, dass das Filterelement im Innern sich verworfen hat. Ich habe mal einen Filter geöffnet und konnte das feststellen. Das passiert schon mal, wenn der Filter über lange Jahre in Gebrauch ist. Es hat also nicht unbedingt etwas mit der Kilometerleistung zu tun.
      Natürlich kann auch in kurzer Zeit beim Tanken Dreck reinkommen, wenn man z.B. mal aus einem Kanister getankt hat.
      Wenn man mal einen gebrauchten Filter mit dem Mund ausbläst und der Sprit raus ist, sollte mit leichtem Pusten Durchgang sein, man vergleiche dazu einen neuen unbenutzten Filter ! Auch kann das Geräusch der Laufenden Benzinpumpe ansteigen ,das ist ein Zeichen, dass der Filter nicht genug durchlässt.
      Wie schade,daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit ,wo man zu jung und der,wo man zu alt ist . :!:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cruiserkurt ()

    • @ Kurt,

      es ist mir immer wieder eine Freude, wenn Antworten sowie Erklärungen passend zielgerichtet und verständlich von Dir zu diversen Problemstellungen kommen.
      Daraus erkennt man eben auch eine Menge Erfahrung, welche Du in Deinem langen Motorrad-Leben hast Dir aneignen können.
      Dein Wissen und letztendlich Deine Entscheidung, uns an diesem unerschöpflichen Wissen teilnehmen zu lassen, ist etwas, was das so bemerkenswert macht.
      "Dankesehr" :D


      Gruß Bernhard
    • Schließe mich Bernd an.

      Dieses Forum mit den technisch gut fundierten Beiträgen war mit ein Anlaß, einen Markenwechsel zu machen, hin zu BMW.
      Weniger wegen der Zuverläßigkeit (diese ist meiner Meinung nach nicht besser als bei den Japanern -nur meine subjektive Meinung-), aber man kann mit eurer Hilfe deutlich mehr selber richten.

      Somit danke an jene, die hier ihre Erfahrung und ihr Wissen mitteilen.

      Gruß
      Klaus.
    • Trotdem ist es so, das die Zuendfaehigkeit beim E 5 Super Benzin wegen der Beimischung von Biokraftstoffe abnimmt.
      Ein Super Plus oder gar das von Aral Ultimate hat weniger bis gar keinen Anteil an Bio.
      Es erhält länger die Zuendfaehigkeit und ist sauberer in der Verbrennung.
      Die Oktan Zahl ist bei der C nicht ausschlaggebend, da das Steuergerät nur 95 Oktan erkennt.
      Nachweislich ist der Lauf des Motors und die Verbrennung mit hoeher wertigen Benzin besser.
      Gruß Rubin
      Ich lasse meine C lieber Original, das erhaelt den Wert. Der Klammerer :thumbdown:
    • Wenn das alles so vorteilhaft wäre und der Fahrer wirklich einen merkbaren Unterschied feststellen würde, könnten die Tankstellen die Supersäulen E5 und E10 schließen. Als es noch kein Super + gab, hatte das Super auch schon Alkohol enthalten, davor gab es mal Aral Super BLEIFREI, da wurde Benzol beigemischt, wurde dann wegen Krebsgefahr verboten. Dabei ging es nur um die innere Kühlung bei der Verbrennung, denn das bleitetraethyl vertrug eine höhere Verdichtung und war klopffester.Außerdem darf kein Blei in den Kathalysator kommen, das wäre das AUs für den Kat.
      Aber eines kann ich nicht nachvollziehen, wieso ist eine Verbrennung sauberer? Die Abgase sind genau so dreckig wie E5 oder E10 und der Kat hat welche Aufgabe? Jedenfalls würde ich nie Super+ tanken, wenn der Motor von der Verdichtung her es nicht benötigt, das ist rausgeschmissenes Geld. Es gibt von Esso / Mobil Test's über die einzelnen Kraftstoffsorten in Bezug der Verbrennung,Abgasverhalten und Leistung, wer mehr und genauer in die Materie einsteigen möchte, kann sich da schlau machen.
      Alle, die hier mal Super+ mit ihren Motorrädern getest und hier gepostet haben, haben keinen Unterschied bemerkt, nur in der Geldbörse ;)
      Wie schade,daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit ,wo man zu jung und der,wo man zu alt ist . :!:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cruiserkurt ()

    • Macht es eigentlich Sinn hochwertiges Benzin (wie schimpft sich das? VPower oder so ) zum Überwintern zu tanken um möglicher Korrosion vorzubeugen :?:
      Bekanntlich zieht Ethanol ja Feuchtigkeit an - ich tanke immer Super, also mit bis zu 5% Bioanteil -. Diese Feuchtigkeit wird sich dann im Laufe der Zeit durch die längere Standzeit (4-5 Monate) auf den Boden des Tanks absetzen und Korrosion 8o könnte auftreten. Und was kann mit dem Motor passieren, Langzeitwirkung :?:
      Gruß aus der EXPO 2000 Stadt
      - bundy - mit der R1200 C "BieneMaja" :P

      -- Wir haben zwar alle den gleichen Himmel aber nicht denselben Horizont --
    • Richtig, Ethanol zieht Wasser an und bindet es, so kann es sich nicht unten absetzen. Ich habe, wenn es mal vorkam ;) , bei längeren Stadtzeiten den Kraftstoff abgelassen und 1 Liter Brennspiritus in den Tank gefüllt. Wenn ich wieder die Maschine in Betrieb nahm, diesen wieder abgesaugt und den Tnk neu mit Super E5 befüllt. Ich denke aber, dass jeder seine eigene Methode hat, da gibt es viele Empfehlungen. Am Häufigsten ist es Volltanken bis zu Rand und gut ist es.
      Wie schade,daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit ,wo man zu jung und der,wo man zu alt ist . :!:
    • Danke Kurt für Deine fundierten Ausführungen.
      Da kann ich nur mit bescheidenen Erfahrungen kommen. Bisher hatte ich zwei mal nach der Winterpause Probleme mit dem "alten" E5-Sprit bei der ersten Tour. Seit dem tanke ich vor längeren Standpausen Super mit 98 Oktan und habe keine Probleme mehr gehabt. Vermutlich sind die 5% Ethanol schon zu viel wasserziehender Anteil um nach 2 - 3 Monaten dann noch eine saubere Verbrennung zu gewährleisten.
      Beste Bikergrüße

      Ulli
      ___________________________________________

      Gott schuf die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt !
    • Nach längeren Standpausen verdunsten die leichtflüchtigen Anteile im Kraftstoff, was Schwierigkeiten beim Starten und im Motorlauf führen kann. Bei den Hondas (Vergaserausführungen) muss sogar die Schwimmerkammer vor dem Start nach längerer Standzeit entleert werden, sonst ist das Anspringen des Moors fast unmöglich.
      siehe hier:

      Aral SuperPlus 98

      ist ein unverbleiter, schwefelfreier Kraftstoff entsprechend der DIN EN 228 für die Verwendung in Ottomotoren.Dieser Kraftstoff hat als besonderes Kennzeichen gegenüber handelsüblichem Super 95 eine erhöhte Oktanzahl. Aral SuperPlus 98 enthält maximal 5 Vol. % Bio-Ethanol.Aral Ultimate 102

      Die Oktanzahl (ROZ) liegt bei mindestens 102. Aral Ultimate 102 enthält kein Bio-Ethanol, es wird stattdessen ein hochwertiger Bio-Ether verwendet.Ebenso ist es mit dem Kraftstoff von Shell.
      Wie schade,daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit ,wo man zu jung und der,wo man zu alt ist . :!:

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