Reifen für die C

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    • Reifen für die C

      Boomer09 schrieb:

      Muss ich vorne und hinten bei meiner C identische Reifen fahren?
      Wenn nicht, was für einen Reifen würdet Ihr für vorne empfehlen?
      Danke
      Bernd


      Alle Freigaben, die ich bisher gesehen habe, waren von Herstellern die dann natürlich vorn und hinten die gleiche Marke vorschreiben. Was in der Original ABE steht, weiß ich aber nicht. Vermutlich gibt’s diese Reifen auch gar nicht mehr.
      Hat es schon jemand geschafft, die Reifenbindung komplett austragen zu lassen ?


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      Habe mal was angehängt vom Bundesministerium des Verkehrs, hier sind die Grundsätze angesprochen. Mischbereifung ist rechtens, wenn das Moped keine Fabrikatsbindung hat. Dann braucht man die Unbedenklichkeitsbestätigung des Herstellers für sein Moped.
      Hat man diese vom Hersteller X für den Vorderreifen, und eine vom Hersteller Y für den Hinterreifen, dann steht nirgendwo geschrieben, dass eine Mischbereifung ausgeschlossen werden muss.

      An einem konkreten Beispiel hat es funktioniert: ich hatte für meine Yamaha XVS1300 keine Reifenbindung.
      Vorne fuhr ich einen Bridgestone und hinten einen Avon.

      DEKRA hatte vor 3 Jahren bei der Hauptuntersuchung gar nichts gegen eine Mischbereifung.
      Zwei Jahre später bin ich mit den gleichen Reifen zur HU beim TÜV Rheinland (hier in Bayern) vorgefahren. Dieser hatte mich sofort abgelehnt wegen der Mischbereifung. Bin gleich danach zur DEKRA gefahren, Abnahme hat wieder funktioniert.

      Dem TÜV hatte ich aber noch meine Argumente vorgelegt (das angehängte Blatt und die beiden Unbedenklichkeitsbescheinigungen). Eine Woche später habe ich schriftlich vom TÜV Rheinland bestätigt bekommen, dass die Argumentation akzeptiert wird, ich könne vorbeikommen. Auch dieses Schreiben habe ich angehängt.

      Ich werde es auch für die R1200CL versuchen: erst die Fabrikatsbindung rausnehmen lassen, und zur DEKRA fahren. (Eventuell mit dem Papier vom BMV, das
      aber erfahrungsgemäß die DEKRA nicht sehen will).

      Das wird schon!
      Klaus.
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      So, nun habe ich den Text neu formatiert, ohne den Wortlaut oder den Inhalt zu verändern.

      Wünsche allen viel Hartnäckigkeit, denn die Mischbereifung kann nicht verboten werden, wenn für beide Reifentypen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt, und die Fabrikatsbindung aufgehoben wurde.
      Voller Sieg also, das hat mir der TÜV Rheinland schriftlich bestätigt.

      Gruß
      Klaus.


      P.S.: Hier noch der Schriftverkehr mit dem TÜV Rheinland:

      Sehr geehrter Herr Klaus.,

      es tut mir leid, dass meine Antwort nun doch fast eine Woche gedauert hat, ich habe aber gerade erst die Mitteilung meines Chefs zu diesem Sachverhalt bekommen.

      Nun kann ich Ihnen wiederum mitteilen, dass Sie im Recht sind, so dass Sie zur HU zu uns auch mit der Mischbereifung kommen können.

      Ich habe aber unabhängig davon mal darauf geachtet, und es kommen tatsächlich immer mehr Kräder, die auch nichts zu den Reifen im Feld 22 stehen haben (teilweise auch Kräder, die noch eine höhere Höchstgeschwindigkeit eingetragen haben als Sie) und ich habe aus Gründen der Überlegung, ob es technisch und fahrerisch sinnvoll ist (auch wenn es rechtlich erlaubt ist), diese Kräder mit Mischbereifung zu fahren, "Bauchschmerzen".


      Freundliche Grüße

      XXX
      Prüfingenieur, Dipl.-Ing. (FH)

      +49 ...
      +49 ...
      yyy@de.tuv.com
      __________________________________________________

      TÜV Rheinland Fahrzeugüberwachung GmbH Brandenburg Berlin
      Am Grauen Stein
      51105 Köln

      http://www.tuv.com

      Geschäftsführung: Dipl.-Ing. Alexander Peter Köln HRB 91 768

      __________________________________________________


      Betreff: Mischbereifung am Motorrad, Markenfreigabe, Typprüfung


      Sehr geehrte Frau YYY


      wie eben telefonisch besprochen schicke ich Ihnen die Unterlagen zur Mischbereifung zu.

      Kurzform:

      -wenn keine Markenbindung seitens des Motorradherstellers vorliegt, darf jeder typgeprüfte Reifen verwendet werden, wenn die eingetragene Reifengröße passt. Selbst das Mitführen einer ABE ist entbehrlich, wird aber dennoch empfohlen.

      Da jeder typgeprüfte Reifen montiert werden kann, ist eine Mischbereifung nicht auszuschließen.

      Diese Argumentation ist sehr weitverbreitet und war die Grundlage für die erfolgreiche HU vor 2 Jahren.

      Bitte den Punkt A1. bewerten.

      Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank.

      Mit freundlichen Grüßen

      Klaus.

      Anhang:

      -Erläuterung des Verkehrsministeriums
      Dateien

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