Petition gegen Reifeneintragungspflicht beim TÜV

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    • Petition gegen Reifeneintragungspflicht beim TÜV

      Bitte macht mit und verbreitet den Link weiter!

      Online-Petition

      Worum geht es? Eine genaue Erklärung findet sich hier .... BMVI - Beurteilung von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern

      Und so wie es es lese ist das ein Graus für Besitzer von Cruisern "ohne EU-Typgenehmigung" (das dürften viele / alle vor 2000 sein). Diese dürfen nach der neuen Regelung nur Reifen verwendet, die "in der ZB Teil I" aufgeführt sind. Alles andere ist ohne Vorführung beim TÜV und Eintragung nicht erlaubt.

      Nun wird es schwierig. "Früher" standen im "Fahrzeugbrief" beim Cruiser 3 Reifenmarken/typen (Metzeler ME88, Bridgestone BT35F und Michelin Trmac) drin. Die Reifen gibt es alle nicht mehr.

      Den "Fahrzeugbrief" gibt es nicht mehr, er ist ersetzt worden durch die Zulassungsbescheinigung 2 ("ZB Teil 2"). In dieser stehen aber keine Reifenfabrikate mehr. Wird in der Zulassungsstelle bei der Anmeldung des Fahrzeugs eine Zulassungsbescheinigung 1 ("ZB Teil 1", der alte "Fahrzeugschein") erstellt so steht da meist (zumindest bei mir) "Reifenfabrikatsbindung gem. Betriebserlaubnis beachten".

      Was ist die "Betriebserlaubnis"? Ich habe nur eine "Bedienungsanleitung" und "Serviev und Technik" Anleitung bekommen, da steht aber keine Reifenfabrikatsbindung drin, da diese ja früher in dem Fahrzeugbrief aufgeführt war. Was gilt nun? TÜVler könnten nun daraus schliessen, dass die Reifenfabrikatsbindung gilt, die im Fahrzeugbrief stand - ist dasc die "Betriebserlaubnis" ? Beim Cruiser also jene drei Reifen, die es nicht mehr gibt.


      Und da bei Fahrzeugen "ohne EU-Typgenehmigung" nur genau die Reifen montiert werden dürfen, die auch drin stehen .. führen alle anderen Reifen (auch in der der genau selben Größe!!) zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis. Völlig egal ob man den Reifen bisher mit Unbedenklichkeitsbescheinigung des Reifenherstellers die letzten 20 Jahre ganz legal fahren durfte ...


      Zitate aus obigem Link "Dies ist nicht zulässig. Die Betriebserlaubnis des Kraftrads erlischt gemäß § 19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO," und "Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, z. B. durch den Reifenhersteller, ist kein Nachweis".


      Das heisst man kann somit entweder das Motorrad still legen .. oder mit den "Nachfolgereifen des Herstellers - in der selben Größe", mit dem man
      20 Jahre und 100000 km (mit Unbedenklichkeitsbescheinigung) gefahren ist von einem TÜV Spezialisten eintragen lassen um weiter damit zu fahren ...

      .. und damit es noch mehr Spaß macht ist dies keine Änderungsabnahme nach §19/3, die ja kein Problem darstellen würde, weil sie 48 € kostet und man damit nicht zum Amt muss, Abnahmebericht mitführen reicht - sondern es ist eine § 19/2, Einzelabnahme, Betriebserlaubnis erloschen und es muss sofort eine neue BE auf dem Amt beantragt werden, beides verursacht zusätzliche (doppelte) Kosten und Zeit.

      ALSO: Petition unterschreiben!
      Gruß, Peter

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      Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
    • peter schrieb:

      "ohne EU-Typgenehmigung" (das dürften viele / alle vor 2000 sein).
      Dieser Punkt ist für mich bisher ungeklärt. Grundsätzich gibts COC-Papiere seit 1993 und seit 1997 sind sie verpflichtend. Aber es wird wahrscheinlich um den Zeitpunkt der Typzulassung gehen. Es müsste mal jemand versuchsweise bei BMW das COC-Papier (dort stehen auch die zulässigen Reifenkombinationen drin) für eine der ersten C´s z. B. Baujahr 1997 anfordern.

      Die Petition werde ich im übrigen so wie sie ist nicht unterschreiben. Ich sehe es positiv, wenn grundsätzlich keine Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Reifenhersteller mehr notwendig sind, also diese unsägliche Reifenfabrikatsbindung wegfällt, sondern einfach die im COC eingetragenen Reifengrößen gelten. So wie das bei allen anderen Kfz auch ist. Will man eine andere Größe, muss man eben zum TÜV, ich finde das OK.

      Ungeklärt ist für mich, wie es sich mit den alten Motorrädern ohne EU-Zulassung verhält. Lt. oben verlinktem BMVI-Statement ("Fall 2") ist ja praktisch immer eine Einzelabnahme notwendig. Weltfremd, ja, das würde es wenn dann zu verhindern gelten. Andere Seiten (z. B. ADAC) sprechen demgegenüber davon, dass für diese Motorräder alles beim alten bleibt. Sinnig wäre es wenn dann, wenn nur die Reifenfreigaben mit anderen Reifengrößen ihre Gültigkeit verlieren würden.
      Bikergruß
      Da Sepp

      A Hercules E1 >>> Honda CY 50 >>> Kawasaki GPX 750 R Ninja >>> Yamaha XV 1100 Virago >>> BMW R 1100 R Roadster >>> Suzuki VS 1400 Intruder >>> Triumph 1200 Daytona >>> BMW R 1200 C Cruiser Ω

      "...denn: Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast."
      (Mário Raúl de Morais Andrade)

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Muina ()

    • Petition gegen Reifeneintragungspflicht beim TÜV

      Wie erkenne ich im Fahrzeugschein, ob meine C eine EU-Zulassung hat?
      Ich habe vor 2 Jahren die Herstellerbindung austragen lassen und habe nur noch zulässige Grössen im Fahrzeugschein stehen.
      Jeder Tag ohne zu cruisen ist ein verlorener Tag.
    • ich blicke so langsam nicht mehr ganz durch. Kann mir bitte jemand helfen. In meinem Fahrzeugschein steht: Reifenfabrikatsbindung gemäß Betriebserlaubnis beachten, Für den Vorderreifen steht da unter 15.1: 150 / 80 -16 M/C 56 H TL sonst nichts. Was darf ich denn jetzt fahren ?
      Herkules Prima 5S
      Yamaha DT 80 LC
      Kawasaki Z 650 SR
      Yamaha TDM 850
      BMW R 1200 C Montauk
    • dieser Zettel hat schon einen Nutzen: willst du dein Fahrzeug innerhalb der EU in einem anderen Land zulassen, so ist dies der Nachweis der techn. Daten, es muss also keine erneute technische Abnahme gemacht werden.
      Viele Grüße Hans

      ... mit dem zurückgebauten WANKel - Motor: 100 Nm jetzt schon bei 2500/min und 83 PS bei 6900/min!! :)
    • So ist es Hans.

      Die Hersteller waren soweit ich weiß erst ab 2004 verpflichtet, diese Übereinstimmungsbescheinigung (englisch COC für Certificate of Conformity) bei Fahrzeugauslieferung beizulegen. Deshalb hat sie der Großteil der C-Besitzer nicht. Jedoch sind die Hersteller verpflichtet, eine solche auf Nachfrage nachträglich auszuhändigen. BMW tut das auch, verlangt aber im Gegensatz zu VW z. B. eine nicht unerhebliche Gebühr. Beantragen kann man das bei BMW über den Händler. Die Bescheinigung ist individuell für jedes einzelne Fahrzeug, also eine Bescheinigung für einen bestimmten Typ gilt nicht für alle Motorräder dieses Typs, sondern nur speziell für das jeweilige Fahrzeug.

      Im Fall Jonker ist es klar: Er hat eine COC, damit eine EU-Typzulassung, und damit gibt es für ihn nach der neuesten Auslegung keine Reifenfabrikatsbindung mehr, aber Reifenfreigaben mit anderen Reifengrößen haben keine Gültigkeit mehr. Allerdings ist es ein neuerer Typ R2C. Deshalb habe ich oben geschrieben, es müsste mal jemand mit einer C Bj. 1997 Typ 259C diese Papiere bei BMW anfordern, um zu klären, ob es diese gibt und somit auch die ersten C´s schon eine EU-Zulassung haben. Ich selbst hab zwar eine solche C, jedoch brauche ich die Bescheinigung nicht, da ich ohnehin eine Einzelabnahme bzgl. der Reifen habe, und deshalb sollte das jemand machen, der auch was damit anfangen kann.

      Oder vielleicht ist es auch möglich, generell eine Auskunft von BMW zu bekommen, ob alle C-Modelle eine EU-Typzulassung haben oder nicht? Hab mal eine Mail mit Verweis auf das BMVI-Dokument dorthin geschrieben, mal schaun ob und wenn wann eine Antwort kommt. Oder vielleicht weiß es unser User 3ways?
      Bikergruß
      Da Sepp

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    • Muina schrieb:

      Oder vielleicht ist es auch möglich, generell eine Auskunft von BMW zu bekommen, ob alle C-Modelle eine EU-Typzulassung haben oder nicht? Hab mal eine Mail mit Verweis auf das BMVI-Dokument dorthin geschrieben, mal schaun ob und wenn wann eine Antwort kommt. Oder vielleicht weiß es unser User 3ways?
      Ich habe gestern auch BMW, das BMWI und den ADAC diesbezüglich über Ihr Kontaktformulare angeschrieben - mal schauen, ob ich eine Antwort bekommen.

      Auf den (aktuellen) BMW Seiten sind für die C (259C) nur zwei Reifen angegeben (Metzeler ME880, Bridgestone Battlax BT45/Exedra G544), von denen soweit ich es sehen habe keiner mehr lieferbar ist ( bmw-motorrad.de/de/service/manuals/tyre-options.html )

      Der ADAC sieht das Ganze übrigens in seinen Infos anders, er schreibt weiterhin, dass die "Unbedenklichkeitsbescheinigung der Reifenhersteller" im Falle der Motorräder ohne EU Zulassung ausreichend ist:
      adac.de/-/media/pdf/motorrad/reifenfreigaben-motorraeder.pdf
      Gruß, Peter

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    • ... in meinem alten inzwischen ungültigen Brief, den ich mir aufgehoben habe, stehen auch noch der Bridgestone BT35F, der Metzteler Marathon 88 und der Michelin Tarmac drin. Ändert aber nix, alle diese Reifen gibts nicht mehr.

      Im übrigen spricht z. B. der Abstand der hinteren Blinker, welcher nicht den ursprünglichen deutschen, sondern den neueren europäischen Vorschriften entspricht (nach StVZo müsste der Abstand Innenkante zu Innenkante 240 mm betragen, nach EG 180 mm), dafür, dass die C von Anfang an eine europäische Typzulassung hat (außer es gab eine Ausnahmegenehmigung): Link
      Bikergruß
      Da Sepp

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    • ramses schrieb:

      Wie erkenne ich im Fahrzeugschein, ob meine C eine EU-Zulassung hat?

      Jonker schrieb:

      Feld „K“ i.V.m. 21
      Das soll heissen Feld "K" in Verbindung mit Feld "21" der (neuen) Zulassungsbescheinigung Teil 1? Gehe ich recht in der Annahme, wenn der Eintrag im Feld K mit einem "e" gefolgt von einer Nummer (welche vielleicht für das Land steht) beginnt, ist es eine EU-Typisierung?
      Bikergruß
      Da Sepp

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      Beitrag von Muina ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Hallo,
      also bei mir (Erstzulassung März 2002) steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I bei K und dem Feld 21 gar nichts. Dafür habe ich eine "EWG-Übereinstimmungsbescheinigung" (wie im Bild bei Jonker). Im alten Brief waren neben Metzeler und Bridgestone auch der Michelin Commander, den es ja wohl immer noch bzw. wieder neu gibt.
      Muss im April zur HU, vielleicht frag ich mal da nach. Obwohl schlafende Hunde wecken...

      Viele Grüße
      Sigi
    • siegalo schrieb:

      also bei mir (Erstzulassung März 2002) steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I bei K und dem Feld 21 gar nichts.
      Genau so so ist es bei mir (Baujahr 12/97) auch.

      siegalo schrieb:

      Dafür habe ich eine "EWG-Übereinstimmungsbescheinigung"
      Dann scheint wohl das Fehlen der Einträge in diesen Feldern kein eindeutiger Hinweis darauf zu sein, dass es keine EU-Typzulassung oder zumindest nicht dieser konform ist.

      Es hat mich heute jemand von BMW zurückgerufen, leider war ich nicht erreichbar.
      Bikergruß
      Da Sepp

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