Petition gegen Reifeneintragungspflicht beim TÜV

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    • Jonker schrieb:

      Aber ist das denn ratsam? Wie groß schätzt ihr die Gefahr auf Grund eurer Fahrerfahrungen auf einem Bike ein, dass die Sicherheit darunter leidet, wenn ich zB vorn einen Reifen montiere, der vom Hersteller eigentlich für andere Bikes am Hinterrad vorgesehen ist?
      Die Gefahr ist gleich groß - egal ob Dir ein TÜV Prüfer in einem aufwändigen Verfahren (Einzelabnahme) den Reifen freigibt (= "gibt es eine Bescheinigung des Reifenherstellers", "dann schau ich mal", "130 Sekunden mit einer Taschenlampe um den Reifen leuchten", "30 Sekunden mit Sommerschuhen und offenem Jethelm beim TÜV die Strasse rauf und unter" .. "feriog, mach 60€ bei uns + 20€ für einen neuen Schein") oder ob es der Reifenhersteller per Unbedenklichkeitsbescheinigung gemacht hat ...

      ... Gefahr gleich Null! Und die Unterschiedung zwischen "Vorderradreifen" und "Hinterradreifen" spielt in den Geschwindigkeit- und Fahrzuständen, in denen der Cruiser bewegt wird nach meiner Auffassung keinerlei Rolle. Zumindest nicht, wenn auch der Reifenhersteller den Reifen für vorne getestet udn freigegeben hat. Aber das ist nur meine Meinung ....

      "Nur ersteres wird zukünftig nicht zu Schwierigkeiten führen." .. ja, so ist die aktuelle Rechtslage ...
      Gruß, Peter

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      Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
    • peter schrieb:

      vielleicht hilft es ja, wenn diese Anfrage von verschiedenen Personan an BMW gestellt wird.
      Ich habe den von dir veröffentlichten Text des Bundesverkehrsministeriums an BMW weitergeleitet und erneut um eine Stellungnahme gebeten.

      Jonker schrieb:

      Die Frage bei der Eintragung wird doch eher sein, ob die Prüfer nur die Reifengröße eintragen oder aber dies nur in Verbindung mit einem Reifenmodell tun.
      Exakt. Und da wär es am sinnvollsten, wie ich schon geschrieben habe, vorher mit dem Prüfer zu reden.

      Im übrigen würde ich mir keinen großen Kopf drum machen und einfach die Reifen der eingetragenen Größe fahren, die ich fahren will. Ich halte es für völlig weltfremd, dass einem da irgendwer einen Strick draus drehen wird, wenn es für das exakt baugleiche Motorrad mit EU-Typisierung keinerlei Beschränkungen bei der Reifentypwahl gibt. Selbst im Falle eines Unfalls wird einem da ein Gutachter nichts negatives nachweisen können. Und selbst ein "normal veranlagter" TÜV-Prüfer wird bei der HU den "falschen" Reifentyp entweder gar nicht bemerken oder geflissentlich ignorieren.
      Bikergruß
      Da Sepp

      A Hercules E1 >>> Honda CY 50 >>> Kawasaki GPX 750 R Ninja >>> Yamaha XV 1100 Virago >>> BMW R 1100 R Roadster >>> Suzuki VS 1400 Intruder >>> Triumph 1200 Daytona >>> BMW R 1200 C Cruiser Ω

      "...denn: Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast."
      (Mário Raúl de Morais Andrade)
    • Petition gegen Reifeneintragungspflicht beim TÜV



      Im übrigen würde ich mir keinen großen Kopf drum machen und einfach die Reifen der eingetragenen Größe fahren, die ich fahren will. Ich halte es für völlig weltfremd, dass einem da irgendwer einen Strick draus drehen wird, wenn es für das exakt baugleiche Motorrad mit EU-Typisierung keinerlei Beschränkungen bei der Reifentypwahl gibt. Selbst im Falle eines Unfalls wird einem da ein Gutachter nichts negatives nachweisen können. Und selbst ein "normal veranlagter" TÜV-Prüfer wird bei der HU den "falschen" Reifentyp entweder gar nicht bemerken oder geflissentlich ignorieren.


      Trotzdem fährt man dann mit erloschener BE herum und das ist kein Spaß wenn das doch mal auffällt.


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      General George Armstrong Custer (1839-1876)
    • slugbuster schrieb:

      Trotzdem fährt man dann mit erloschener BE herum und das ist kein Spaß wenn das doch mal auffällt.
      Sehe ich leider auch so .. und vor allem befürchte ich, dass - nachdem es eine gewisse Zeit bei TÜV Prüfungen sogar toleriert wird (so die Info vom TÜV Süd) - man auf einmal merkt, dass das eine prima Möglichkeit ist um eine Menge Geld zu kassieren.

      Und Schwupps, wird jedesmal 100€ für eine Einzelabnahme & Eintragung fällig ... zuzüglich TÜV Gebühr ...

      Daher: Anfrage an BMVI und vor allem Mail an BMW, diese haben meiner Meinung nach das meiste "Gewicht" um hier eine Änderung / Ergänzung ... zu bewirken.
      Gruß, Peter

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    • Unfallgutachter arbeiten im Auftrag von Versicherungen. Die müssen und werden das Haar in der Suppe finden, um dem Versicherungsnehmer die Schuld anlasten zu können. Ziel der Versicherung ist eine positive Bilanz und die erreicht man nur, wenn so wenig wie nötig ausgezahlt wird. Und bei den Reifen schauen die garantiert mit als erstes hin.
    • Jonker schrieb:

      Unfallgutachter arbeiten im Auftrag von Versicherungen. Die müssen und werden das Haar in der Suppe finden, um dem Versicherungsnehmer die Schuld anlasten zu können.
      Unfallgutachter können ebenso im Auftrag des Gerichts arbeiten oder auch im eigenen Auftrag. Oft gibt es Gutachten<>Gegengutachten. Ein Verschulden auf Grund eines nicht eingetragenen Reifens festzustellen, noch dazu auf einem Motorrad wie der C, welches die ersten Jahre zwar keine EU-Typisierung hat, aber baugleich mit einer solchen ist (wo die selben Reifen gefahren werden dürfen), und noch ggf. dazu mit Reifen, die vorher schon jahrelang mittels Herstellerfreigabe auf der selben Maschine gefahren werden durften, ist nach meiner Meinung so gut wie unmöglich.

      Dass rein rechtlich gesehen die BE erloschen ist, ist nach heutigem Stand richtig. Dass diese Regelung, so wie sie jetzt ist, dauerhaft Bestand hat, glaube ich nicht. Ich denke schon, dass hier im Hintergrund diverse Motorradhersteller, der ADAC usw., aktiv sind, um eine Verbesserung zu erreichen. Den vorigen Zustand wieder herzustellen, so wie es die Petition fordert, halte ich aber auch nicht für sinnvoll. Denn jetzt fällt wenigstens für EU-typisierte Motorräder die Fabrikatsbindung weg. Das sollte eigentlich für alle Motorräder erreicht werden.
      Bikergruß
      Da Sepp

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    • Im Schein von meiner 98er steht: "Reifenfabrikatsbindung gem. Betriebserlaubnis beachten"

      Wo kann ich denn die Betriebserlaubnis der C einsehen?
      Cruisergrüße Robby

      von Alaska nach Feuerland. Klick
      Wir haben es geschafft, ein halbes Jahr, nur im Sommer Motorrad zu fahren. :thumbsup:
    • Petition gegen Reifeneintragungspflicht beim TÜV

      Robby schrieb:

      Im Schein von meiner 98er steht: "Reifenfabrikatsbindung gem. Betriebserlaubnis beachten"

      Wo kann ich denn die Betriebserlaubnis der C einsehen?


      Mir wurde gesagt der TÜV/Dekra können Einsicht nehmen. Die BE ist wohl eher ein Buch als eine lose Blattsammlung. Dort werden aber eh nur die alten, nicht mehr verfügbaren Reifen drinstehen. Gestern hat mir die BMW Niederlassung Düsseldorf mitgeteilt, dass da nur Reifen drinstehen, die es nicht mehr gibt. Evtl. haben die als NL ja auch Einsicht. Dann wurde mir der Weg vorgeschlagen die COC zu beantragen, damit ich nachweisen kann dass, das Motorrad Konform mit EU Richtlinien ist. Die COC wird speziell für mein Motorrad ausgestellt (VIN) und gilt auch nur dafür. Das könnte hilfreich beim TÜV sein und falls mal jemand die EU Zulassung anzweifelt auf jeden Fall entlastend.

      Bevor ich mit Perso, ZB1 und 111€ Vorkasse zu BMW fahre, frag ich erst bei der Dekra, ob das so geht oder ob die / ich einen Denkfehler gemacht haben. Lieferzeit COC: 14 Tg.


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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von slugbuster ()

    • Die Petition steht bei 9526 (Stand 07.03. / 14:27).
      Ich habe die Petition, zusammen mit einer Erklärung, worum es geht, eben in diversen Motorrad-bezogenen Facebook-Gruppen verteilt.
      Mal schauen, ob das ein bissel anschiebt. 8)

      DLzG!
      Jan
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      Drei Dinge, die ein Biker niemals aus seinem Herzen bekommt:
      Motorräder, Familie, Respekt
    • So, ich habe heute ein längeres Telefonat mit einem Sachverständigen des TÜV Nord geführt. Ich hatte diese Tage nochmals - nachdem ich auf meine erste Anfrage keine Antwort bekommen hatte – eine Mail an den TÜV Nord geschrieben. Diesmal bekam ich sofort eine Antwort mit der Bitte, mich doch telefonisch zu melden da es telefonisch einfacher zu besprechen ist.

      Gesagt getan – und ein nettes Gespräch mit einem Sachverständigen des TÜV Nord geführt. Ihm war das Problem mit Motorrädern mit nationaler Zulassung (keine EU-Zulassung) und dem BMVI Schreiben bekannt. Nach seiner Aussage haben sich die technischen Leiter des TÜV Nord darauf geeinigt, in diesen Fällen (Montage von Reifen mit gleichen Größen-, Geschwindigkeits- und Traglastangaben sowie Freigabe des Reifenherstellers) dies als ausreichend zu erachten und nicht zu beanstanden. Dies sei auch so als Anweisung intern kommuniziert worden.

      Meine Frage / Bitte ob es dazu was „offizielles“ gibt musste er allerdings verneinen. Ich hatte ihn daraufhin gebeten, meine Frage mit Bitte um eine schriftliche Bestätigung an die zuständigen Personen weiter zu leiten. Das sind in diesem Fall nach seiner Aussage der Technischen Leiter Herrn Bernd Rimpl (Leiter der Technischen Prüfstelle der TÜV NORD Mobilität GmbH) bzw. ein Herr Nickel (ich vermute Uwe Nickel, Leiter Qualität in der TÜV NORD Mobilität GmbH).

      Also .. „schau ma mal“ ob ich was bekomme. Falls ja stelle ich es natürlich hier rein .. falls nein, werde ich mich nochmal schriftlich an die Herren wenden.

      Das Problem wäre dann nicht „de jure“ aus der Welt (das schwachsinnige Schreiben des BMVI existiert ja), aber es wäre zumindest belastbar „nichtig“.

      Gruß, Peter


      PS: Dies hilt natürlich nicht bei Abweichung in Größen-, Geschwindigkeits- oder Traglastangaben .. wie z.B. bei dem bei der Montauk oft montiertem anderen Vorderreifen (heute mit Freigabe des Reifenherstellers). Dieser bzw. die Größe dieses muss zukünftig eingetragen werden.
      Gruß, Peter

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    • Hi Peter,

      danke für die Mühe u. Info.
      Bist Du einsam und allein, sprüh Dich mit Kontaktspray ein.. :thumbsup:

      Und immer oben bleiben! Felix, der mit der Rechtsschaltung, einer schwarzen hier u. nur noch einer silbernen Bj. 04, in California! :) Sowie einer Honda GL650 Interstate
    • Klasse Peter!
      Vielen Dank für Deinen Einsatz!

      DLzG!
      Jan
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    • peter schrieb:

      Nach seiner Aussage haben sich die technischen Leiter des TÜV Nord darauf geeinigt, in diesen Fällen (Montage von Reifen mit gleichen Größen-, Geschwindigkeits- und Traglastangaben sowie Freigabe des Reifenherstellers) dies als ausreichend zu erachten und nicht zu beanstanden. Dies sei auch so als Anweisung intern kommuniziert worden.
      Nimmt schön langsam groteske Züge an, wenn die Organisation, deren Lobbyarbeit wohl zu einem Teil da dahinter steht, nun selbst die Umsetzung der Anweisung verweigert. :D

      Mit einer Vorgabe in dieser Art: "Es dürfen alle nach EU-Recht zugelassenen Reifen in der eingetragenen Größe, Geschwindigkeits- und Traglastindex gefahren werden, sofern die Mindestabstände bzgl. Reifenfreigängigkeit (seitlich: xx mm, Lauffläche: xx mm) eingehalten sind" wäre das Thema erledigt. Ist aber wohl zu einfach... :huh:
      Bikergruß
      Da Sepp

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    • Muina schrieb:

      Mit einer Vorgabe in dieser Art: "Es dürfen alle nach EU-Recht zugelassenen Reifen in der eingetragenen Größe, Geschwindigkeits- und Traglastindex gefahren werden, sofern die Mindestabstände bzgl. Reifenfreigängigkeit (seitlich: xx mm, Lauffläche: xx mm) eingehalten sind" wäre das Thema erledigt. Ist aber wohl zu einfach...
      Dann müsste der TÜVler das ja bei jedem Moppet und bei jeder HU nachmessen. Das würde dann noch in Arbeit ausarten.
      Da ist es schon einfacher, sich nur mal auf's Moppet drauf zu setzen (oder auch nicht) und für die Abnahme/den Wisch für die Eintragung bei der Zulassungsstelle ordentlich abzukassieren.
      Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen! (O.Wilde)



      MoNC Member of Niederrhein-Cruiser
    • qc schrieb:

      Dann müsste der TÜVler das ja bei jedem Moppet und bei jeder HU nachmessen.
      Müssen tut er nicht, können tut er.
      Bikergruß
      Da Sepp

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