Beim Anklemmen der Batterie funkts gewaltig

  • Habe über Nacht meine Batterie (Standart Bleiakku 12V 18Ah an 12V 6A-Ladegerät) geladen und wollte die grad wieder in die C reinbauen.


    Pluspol angeschlossen und festgeschraubt.


    Als ich mit dem Minuspol an die Batterie gekommen bin, da hat es nicht nur leicht gebritzelt, so wie man sich das vorstellt, sondern gleich so gewaltig gefunkt, dass ich bleich geworden bin.


    Beinahe Kurzschlußmäßig gefunkt hat es da...


    Hat jemand eine Idee? Habe ich die Batterie überladen? Sollte man erst den Minus, dann den Pluspol anschließen? Woran kann das liegen?


    Vielen Dank für die Antworten...

  • Beim Einbauen ist erst plus dann minus schon richtig. Funken durch überladene Batterie kann ich mir nicht vorstellen. Alle Verbraucher ausgeschaltet, Ladegerät abgesteckt, Polarität doppelt geprüft?
    Ich hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem:
    http://www.r1200c.de/wbb/board…belbrand-am-batteriekabel
    Ich würde zunächst alle Kabel prüfen und die Batterie erst einmal allein durchmessen (Spannung), dann mal vorsichtigst(!)den offenbar fließenden Strom beim Anschließen im größten A-Messbereich. Ohne überheblich sein zu wollen: Im Zweifel hole lieber professionelle Hilfe; eine Kabelbaumreparatur macht einen Haufen Arbeit bzw. kostet einen Haufen Geld.

  • Hallo ellig,



    vielen lieben Dank für Deine sehr schnelle Antwort - den Fehler habe ich dadurch finden können - lach jetzt nicht - ich hatte die Batterie nur einfach verpolt...


    Mir ist auf Deinem Bild aufgefallen, dass ich die Batterie falsch herum eingebaut hatte - zu meiner Verwirrung trug da auch bei, dass wohl ursprünglich beide Anschlussklemmen rot gefärbt waren und bei mir (der Vorbesitzer hatte wohl auch so seine Hassliebe zur Batterie), nur noch der Minus-Pol rot gefärbt ist und der Plus-Pol nimmer. Da hab ich mich in die Irre führen lassen....


    Also nochmals vielen lieben Dank für die Unterstützung! Toll!

  • Hallo,vielleicht hilft dir das:


    nimm erst einmal alle Sicherungen heraus und probiere den Anschluß der Batterie noch einmal. wenn es dann auch noch so stark funkt, ist irgendwo ein Kabel durchgescheuert und liegt an Masse.Wenn es dann aber ok ist, nochmal testen und zwar 1 Sicherung einstecken,testen, 2.Sicherung einstecken, testen 3.Sicherung einstecken usw,usw, Wenn es dann bei einer Sicherung so stark feuert, ist in diesem Stromkreis ein Kurzschluß-
    Wenn aber die Batterie verpolt ist, macht es sich nicht sofort so stark bemerkbar, wenn kein Verbraucher angeschlossen ist.Trotzdem mit einem Voltmeter dier Batteriespannung prüfen, ist sie verpolt, schlägt das Voltmeter in die andere Richtung aus.
    Außerdem kannst Du mit einem Ohmmeter prüfen ob ein direkter Kurzschluß zwischen der Plus-Leitung und der Masseleitung , die an die Batterie kommen, vorhandenist.die Widerstände der Verbrauche rmisst Du zwar mit, sie sind aber nicht so hoch wie ein direkter Kurzschluss, der geht direkt auf Null bei einer hohen Ohmmetereinstellung.
    Ich hatte mal eine Kurzschluß in der H4Lampe ( Birne) und lange gesucht.

    Wie schade,daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit ,wo man zu jung und der,wo man zu alt ist . :exclamation_mark:

    Edited once, last by Cruiserkurt ().

  • Hab es gerade erst gelesen und wollte genau das sagen was Du dann selber festgestellt hast.
    Ist mir bei meiner letzten Batterie auch passiert, aber aus Schusseligkeit. Funken wie bei einer Wunderkerze.
    Gott sei Dank alles ohne Nachspiel geblieben.
    Netten gruß und immer gute Schräglage
    Rolf

    MoNC Member of Niederrhein-Cruiser

  • Habe die C jetzt grad wieder zusammengebastelt und angelassen - Blinker, Licht, Rücklicht und Anlasser funktionieren noch. Beim richtigen Polen hat es weder gebritzelt noch gefunkt. Scheint also alles OK zu sein :winking_face:


    Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung. Liebe Grüße!

  • Batterie falsch angeschlossen – Generator hinüber

    Ein kleiner Fehler mit großen Folgen…


    Hallo zusammen,


    ich wollte mal meinen ganz persönlichen “Lernmoment” mit euch teilen und ergänze mal hier diesen älteren Chat – vielleicht hilft’s ja jemandem, der auch mal schnell „nur kurz die Batterie“ tauschen will…


    Ich hab an meiner R1200C die Batterie getauscht, um sie flott für den TÜV zu machen – vor allem wegen dem bekannten ABS-Fehlern beim Start, wenn die Spannung zu schwach ist. Also dachte ich: alte raus, neue rein, fertig. Tja… war wohl nix.


    In der Hektik habe ich beim Anschließen Plus und Minus vertauscht. 🙄

    Es hat nicht direkt „Peng“ gemacht – aber nach ein paar Sekunden fing es an zu qualmen, die Kabel wurden heiß, und es roch übel verschmort. Ich hab dann schnell die Klemmen wieder abgebaut, aber da war der Schaden offenbar schon angerichtet. Es rauchte noch eine ganze Weile weiter vor sich hin.


    Als ich die Batterie dann richtig herum angeschlossen hatte, leuchteten die Lampen im Kombiinstrument erst mal wieder – aber im Bereich darunter sah ich erneut leichte Dampfentwicklung. Durch Abtasten (und ein bisschen Panik) konnte ich feststellen, dass der vordere Generator (Lima) heiß wurde. Also gleich mal den Gesamtwiderstand der Maschine gemessen – und siehe da: viel zu gering (ca. 600 Ohm)! Diagnose: Kurzschluss im Generator.


    Nach kurzem Fluchen und langem Lesen im Forum war klar: Der Generator muss raus und das ist nicht witzig.

    Wer’s schon mal gemacht hat: Bei der R1200C geht das nur mit Ausbau des Federbeins und des Lenkslenkers – ganz tolle Konstruktion zum ausbauen… 😅


    Dank der Anleitungen und Hilfestellungen hier im Forum hab ich’s hinbekommen, aber das Ganze hat sich über mehrere Stunden gezogen. Besonders der Ausbau der Lima-Halterung war fummelig. Ich hab mir über einen Teilehändler einen gebrauchten Generator für 40 Euro besorgt – Tipp: vor dem Einbau die Kohlbürsten checken! Ich habe den Regler mit den alten Bürsten übrigens nicht getauscht – war mir nicht sicher, ob der auch was abbekommen hatte.


    Da der vordere Teil der Maschine mit der Elektrik-Box nun sowieso schon offen war, habe ich alle Leitungen kontrolliert. Meine schwarze Ummantelung zerbröselt sich seit einiger Zeit eigenständig und die "bunten" Kabel liegen frei. Eine neue Ummantelung mit einem speziellen Klebeband ist mühselig, aber hilft. Zusätzlich habe ich besonders die dicke rote Zugangsleitung zum Generator geprüft, da ich hier Schmorschäden vermutete.


    Jetzt ist alles wieder zusammen, das Motorrad läuft, Spannung ist normal, kein Qualm mehr – aber das Ganze hätte ich mir echt sparen können, wenn ich einmal kurz auf den richtigen Einbau der Batterie geschaut hätte…


    Was ich euch mitgeben kann:

    Wenn ihr mal die Batterie verpolt anschließt – was hoffentlich nie passiert – denkt daran, dass nicht nur der Anlasser einen Schaden nehmen kann, sondern auch der Generator. Und der ist bei der 1200C nicht mal eben getauscht.


    Also: Immer mit Ruhe ran an den Strom! 😉


    Arnd

  • Mich wundert es, dass die Mototronik das überlebt hat.

    LG Renzo
    ------------------------------------------------------------------------------
    Lieber einen Freund verloren, als einen guten Gag verschenkt :winking_face:
    aktuell: R1100RS - R1150RS - R1200RT - R1200CL (der vieräugige Schlumpf in schlüpferblau mit dem adaptiven Kurvenlicht und der sequenziellen Gangschaltung) :grinning_squinting_face:

  • Gibt es. Allerdings wäre vermutlich ein elektronischer Verpolungsschutz für diese Low-Budget Kiste in der Gesamtkalkulation zu teuer gewesen.

    .... Freedom's just another word for nothin' left to lose .... (Kris Kristofferson)

  • Gibt es. Allerdings wäre vermutlich ein elektronischer Verpolungsschutz für diese Low-Budget Kiste in der Gesamtkalkulation zu teuer gewesen.

    Stimmt, so eine Verpolschutz-Diode ist sauteuer und der Spannungsabfall gewaltig :thinking_face:
    #ironieoff

    LG Renzo
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