Kupplungsnehmerzylinder wieder mal!!!!

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    • Hallo, ich hänge mich mit meinem Erbitten um Hilfe an diesen Beitrag. Ich habe schon gesehen, dass es einig Beiträge zum Thema Kupplungsnehmerzylinder gibt. Nur deshalb bin ich überhaupt darauf gekommen, mir bei der große Inspektion meiner Montauk (56000 km) diese Teil heute mal anzuschauen.

      Was ich vorgefunden habe, war jetzt nicht so schrecklich, aber trotzdem möchte ich vorsorglich handeln. Ich hatte mir deshalb bei Tills schon einige Teile besorgt:

      1 Nehmerzylinder mit Papierdichtung
      1 Wellendichtring (23127705085)
      1 Filzring f Druckstange (23211230440)

      Es war eine leichte Undichtigkeit des Zylinders zu erkennen. Es kamen mir bei der Demontage ein paar Tropfen Bremsflüssigkeit entgegen. Vom Geruch hätte es auch Getriebeöl sein können. Es gab ein wenig Schmodder direkt am Zylinder, aber nix wirklich schlimmes. Im Gehäuse selbst auch ein wenig Bremsflüssigkeit, seht selbst, ich habe ein Foto gemacht.

      Jetzt meine Frage, wo sitzt dieser Wellendichtring und wo muß dieser neue Filzring hin? Muß ich dazu die Druckstange rausnehmen? Oder ist das zu viel des Guten und ich reinige alles und verbaue nur den neuen Nehmerzylinder und gut ist? Ich kann mich erinnern, dass ich irgendwo schon mal eine Anleitung im Forum, oder im Netz gesehen habe, kann diese Info aber einfach nirgendwo mehr finden.

      Ach und noch was dummes ist mir passiert. An welchen Anschluss kommt die Leitung mit dem Entlüfterventil dran? Ich hatte in dem Moment der Demontage voll verschmierte Hände und konnte deshalb kein Foto vom eingebauten Zustand machen. Aber die Einbauposition ergibt sich bestimmt beim Einbau von alleine.

      Freue mich über jede Hilfe und sage schon jetzt "Danke"!

      Nehmerzylinder.jpegNehmerzylinder-Einbau.jpeg
    • Der Filzring sitzt um die Druckstange. Wenn diese festsitzt, starte mal kurz den Motor, dann wandert dir diese entgegen.
      Wenn du den Schmodder entfernst, siehst du auch den Wellendichtring. Diesen habe ich mit einem selbst angefertigten Abzieher ausgezogen.
      Cruisergrüße Robby

      von Alaska nach Feuerland. Klick
      Ich habe es geschafft, ein halbes Jahr, nur im Sommer Motorrad zu fahren. :thumbsup:
    • Und den von Robby genannten Wellendichtring zum Getriebe würde ich ebenfalls ersetzen.
      Eingedrungenes Getriebeöl wird den Dichtring des Kupplungsnehmerzylinder angreifen, weil die beiden Öle jeweils ein eigenes Dichtungsmaterial benötigen.

      Wenn die Druckstange ausgebaut ist, dann mal auf Geradheit prüfen: auf einer Glasplatte abrollen lassen.

      Nochmals zur Druckstange: anfangs gab es eine Variante ohne Filzring; da fehlte die entsprechende Ausnehmung dafür. Wenn dies bei Dir der Fall ist, solltest Du auch eine neue Druckstange bestellen.



      Gruß
      Klaus.
    • So, das mit dem "Abzieher" hat geklappt. Neuer Wellendichtring ist montiert und alles ist wieder dicht. Jetzt noch einen Stahlbus Selbstentlüfter montieren und man ist für zukünftige Wartungsarbeiten gerüstet.
      Kleiner Tipp, man darf keine zu große Spaxschraube verwenden und man muß unbedingt den Federring im Wellendichtring treffen. Am besten vorher am neuen Wellendichtring ein wenig "trocken" üben.

      Wellendichtring BMW R1200c Werkzeug.jpeg
    • Neu

      Hallo Cruisergemeinde,

      bin neu hier, komme aus OÖ, Mühlviertel, etwa 15km nördlich von Linz. Lese gerade von hinten nach vorne die Themen Wartung und Technik durch.
      (schade, dass viele ältere links auch intern tot sind, aber das hat mir Peter schon erklärt)
      Da steckt ja ne Menge Wissen drinn, was so nicht im Bucheli und dem Werkstatthandbuch steht.
      Habe meine Dicke erst seit letzten November. Ist eine 2001er Independent (ohne ABS) mit erst 18800km. Fuhr vorher eine 88er Dominator. Das wird ein interessanter Umstieg :D .

      Habe jetzt mal alle Flüssigkeiten gewechselt und diverse Kleinigkeiten behoben, auch Ventile-/Axialspiel eingestellt. Soweit alles ok.
      Nur der Nehmerzylinder macht mir etwas Sorgen, bzgl. späteren möglichen Folgeschäden, Kupplungs. bzw. Bremsflüssigkeit hat beim Wechsel sauber ausgesehen und aussen ist mal nichts auffälliges zu sehen.
      Zum Abnehmen des KNZ, um die Dichtungen zu checken, brauch ich die Leitungen ja nicht abmontieren (und Flüssigkeit ablassen), oder?
      Und tauscht ihr die grüne Dichtung zum Kupplungsgehäuse beim wieder anschrauben des alten KNZ, wenn der ok aussieht?

      Grüße aus dem (heute) stürmischen Eidenberg,
      Atrus alias Andreas
    • Kupplungsnehmerzylinder wieder mal!!!!

      Neu

      Man kann den KNZ ausbauen, ohne die Leitungen abzumachen und ohne das System zu leeren. Ich mache das sehr regelmäßig und tausche die Papierdichtung so gut wie nie, sofern sie nicht kaputt ist.

      Wenn du die 3 Schrauben löst, kannst du den KNZ herausziehen und prüfen, ob Getriebeöl im Hohlraum oder an den KNZ gelangt ist.
      Jeder Tag ohne zu cruisen ist ein verlorener Tag.
    • Neu

      Evt musst du noch beim ersten Mal die Kupplungsleitung am Tank vorbei etwas nachziehen, um den KNZ raus zu bekommen.

      Die Dichtung gab's übrigens bei den ersten Baujahren garnicht - soviel zur Wichtigkeit des Austauschs bei Kontrollen.
      Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen! (O.Wilde)



      MoNC Member of Niederrhein-Cruiser
    • Neu

      Ich schaue auch regelmässig z.B. beim Wechsel der Flüssigkeit den KNZ an. Eine bessere Lösungs könnte es sein, die Flüssigkeit durch synthetisches DOT 5.0 (nicht DOT 5.1 oder 4.0) zu ersetzen. Dazu muss man aber die Anlage reinigen. Falls diese Flüssigkeit doch einmal auslaufen sollte, ist sie nicht aggresiv. (Silikonöl) . Die Bedenken des Einsatzes von DOT5.0 beziehen sich zumeist auf den Einsatz in Bremssystemen, allerding nutzen auch hier viele das Zeug in Oldtimern und beim US Militär . Beim Einsatz in der Kupplungshydraulik gibt es aber keinerlei Gefährdung durch potentielle Ausfälle. Ich würde die nehmen: korrosionsschutz-depot.de/wart…fluessigkeit-dot5-1-liter

      HD hat mal die Bremsflüssigkeit (wg. ABS) von DOT 5.0 (Silikonöl) auf DOT 4.0 umgestellt. Die Teilenummern (Bremszylinder etc. ) haben sich nicht geändert, es sollte also keine Probleme mit den Dichtungen geben. Die DOT 5.0 ist im übrigen sogar eine zugelassene Bremsflüssigkeit mit Freigabe und betrifft nicht die ABE des Fahrzeugs. Bei der Kupplung muss es eh nur funktionieren, in der Bremse würde ich das nicht einsetzen. Falls ich mal viel Zeit habe, werde ich die Kupplung auf DOT 5.0 umstellen.
      **Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern**